Die LdL-Blogparade

Im Zuge der LdL-Blogparade (ein Projekt der Maschendraht-Community) habe ich eine neue Seite in meinen Blog eingebaut. Alle Beiträge die ich hier veröffentliche gehören zu einem kognitiven Gesamtpaket, das sich dort jederzeit im Zusammenhang nachlesen und erfassen lässt. Um Kommentare zu einzelnen Artikeln und zur LdL-Seite wird unbedingt aufgefordert. Als Appell formuliert: tretet in den Dialog mit mir! :)

Grundlegende Änderung der Kompetenzprofile

In der heutigen Zeit gilt es den Umgang mit Informationen neu zu erlernen. In der Vergangenheit war Wissen gleichgesetzt mit dem Grad der Bildung. Der der wusste, konnte sich selbst helfen und fand sich häufig in Führungsebenen wieder. Nun sind Informationen für jeden zugänglich und sie kommen in Massen. Es gilt ein Prinzip zu finden mit der Fülle umzugehen und die relevanten Teilaspekte herauszuarbeiten. Und dafür brauchen die Schülerinnen und Schüler (SuS) effiziente schnelle Strategien um Informationen brechen zu können.

Bei LdL setzen sich die Heranwachsenden mit der Menge an Informationen auseinander und, das ist der entscheidende Aspekt, arbeiten diese so auf, dass ein kollektives Wissen in der Klasse erzeugt werden kann.

Als Beispiel:

Die SuS bearbeiten ein Thema anhand des Materials von der Lehrperson und füllen dieses mit eigenen Quellen bei Bedarf oder Motivation auf. Mit diesem Material gilt es nicht nur die wichtigsten Aspekte zu erkennen, sondern diese auch so aufzuarbeiten, dass die Inhalte allen Anwesenden klar werden.

Eine schwierige aber lohnende Aufgabe und eine wichtige Funktion im Bezug auf die Informationsvielfalt unseres Jahrhunderts.

Lernen als magisches Ensemble von Quests und Kollaboration

Aufgrund von Twitter und den Dialogen entstehen sehr inspirierende Denkprozesse. Aus diesem Grund verlinke ich Itaris Beitrag hier, damit sich auch alternative Denkideen diffundieren.

Ein paar Auszüge:

Lernen durch Magie:

Bezaubern, betören, verführen … ja, wenn man das will und sich auf sein Publikum einläßt, dann funktioniert das recht gut. Manche sagen dazu, wenn die Ziele nicht gebilligt werden, auch Manipulation. Stimmt. Wenn wir lehren und andere dazu verführen, dann manipulieren wir sie. Das ist so und dazu muss man auch stehen – am besten mit lauteren Absichten *gg*.

Lernen durch Questen:

Zusammengefasst: Lernen durch Questen kennen bereits viele, ist motivierend, enthält viele und differenzierte Anforderungen, funktioniert durch empirische Verfeinerung extrem gut, lässt sich auf fast jedes Thema anwenden und verwenden.

Lernen durch Kollaboration:

Der Unterschied zu schulischen Projektarbeit ist der Echt-Charakter und der Urknall. Das Ergebnis ist ein Gruppenergebnis, in dem die Arbeit des Einzelnen nicht unbedingt sichtbar ist. Vielleicht gibt es auch kein Ergebnis, vielleicht ist das Scheitern auch eine Ergebnisvariante.

Das ist nur ein Vorgeschmack auf den Beitrag, lest ihn euch einfach selber durch und kommentiert fleißig. :)


Neuronale-spermatozoide-Maschendraht Interaktion (ein Gedankengang)

Nach der Lektüre von Jean-Pol Martins Metapher-Eintrag habe ich mir noch einige Gedanken dazu gemacht, welche Funktionen die aktuell verwendeten für uns haben.

Sein Fazit: „Will man Menschen dahin beeinflussen, dass sie bestimmte Verhaltensweisen annehmen und automatisieren, so ist es günstig, wenn man ihnen redundant Metaphern anbietet. Daher ist es sehr wichtig, dass diese Metaphern gut gewählt und durchdacht werden. Das hierarchische Organisationsbild ist für unser gegenwärtiges Paradigma nicht mehr adäquat. Geeignetere Modelle finden sich in der Natur und werden durch die Biologie (auch Gehirnforschung) aufgearbeitet und präsentiert.“

Die Neuron-Metapher : „Neuronale Netze auf eine Gruppe von Menschen zu übertragen heißt, dass Menschengruppen Informationen kollektiv verarbeiten können, allerdings nicht linear und unscharf. Je intensiver und plurimodale der Informationsaustausch innerhalb des Netzes, desto tiefer die Informationsverarbeitung und desto komplexer die – falls notwendig – daraus entstehende Handlung.“ (JPM)

Spermatozoidenmetapher: „Um Systeme in Resonanz zu bringen, folge ich dem Beispiel der Natur: auch wenn keine Reaktion zu sehen ist, speise ich Millionen von Impulsen in das System ein (Spermatozoidenmetapher) in der Hoffnung, das einer das Ziel erreicht und vielleicht etwas Großartiges (Emergenz) entsteht.“ (JPM)

Jean-Pol beschreibt in seinem Artikel die Wirkungsweise von Metaphern und welche Basis sie haben sollten. Für die Spermatozoiden- und Neuron-Metapher sind biologische Zusammenhänge handlungsleitend.

Die Maschendraht-Metapher beruft sich auf technische Zusammenhänge, kein biologisches Interagieren, kein „wir senden Millionen und hoffen, dass einer ankommt“. Optimal wäre, wenn nur ein Impuls gesendet wird (z.B. Foreneintrag) und über die verschiedenen Maschen eine große Resonanz entstehen würde.

Die Maschendraht-Metapher ist grundlegend darauf aus, Menschen mit technischen Hilfsmitteln zu vernetzen. Diese Web 2.0-Features wurden von Menschen entwickelt und erwarten eine Bedienung und Bearbeitung von eben jenen.

Mein Fazit: ich sehe die Maschendraht-Metapher als Werkzeug an, die neuronale und spermatozoide Interaktion ermöglicht und diffundiert. Ein Stein der manch einem Neandertaler das Feuer in die Hütte bringt.

Maschendraht-Community – der Flow geht weiter!

Die Maschendraht-Community wächst und gedeiht… so begann mein erster Artikel im News-Blog der Plattform! Nunja, als ich das schrieb, waren mir die Ausmaße nicht ganz klar, aber man lernt ja stetig dazu… LLL – lebenslanges Lernen. So nun denn, hier die neuesten Entwicklungen:

Ina Müller-Schmoß hat uns mit folgenden Beitrag auf Blog-Patenschaften erwähnt:

Inspiriert von Dr. Christian Spannagel, der sich selbst als öffentlichen Wissenschaftler sieht, steigen seine Studentinnen und Studenten in diese Vernetzung mit ein und nutzen ihre Blogs für einen öffentlichen Diskurs, wie z.B. hier bei Ulrike Kleinau (zur “Maschendrahtmetapher“) oder Melanie Gottschalk (ebenfalls Gastgeberin der neu gegründeten Maschendraht-Community) mit dem Artikel “Die Triologie! PH-Studenten über Vernetzung und Web 2.0“. Im Video geht es auch um die Vorteile, die eine gewisse “Grundvernetzung” mit sich bringt, sowie Überlegungen, wie man Web 2.0-Tools weniger webaffinen Menschen nahe bringen kann.

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an Ina! :)

Und auch die FHW-Berlin hat uns mit aufgenommen!

Vielen Dank an Marcus Birkenkrahe!

… am 20. November beschrieb Christian Spannagel noch folgendes Ereignis:

Neulich überraschten mich die Seminarteilnehmer damit, dass sie für genau diesen Zweck eine Online-Community gegründet haben: die Maschendraht-Community.

Es ist unglaublich… vielen Dank an alle, die sich die für uns und mit uns einsetzen!!!

Maschendraht-Community: Kompetenz- und Grundvernetzung

Aus einer Seminaridee heraus entstanden ist die Maschendraht-Metapher. Sie beschreibt den Vernetzungszustand eines Dozenten, Lehrers oder Studenten, den er haben sollte um im Web2.0 einen “organisierten Flow” bewirken zu können. Aus dieser Begriffsfindung kamen uns folgende Ideen:

  • es müsste ein Portal geben auf dem Jeder eine Grundvernetzung erhält um im Bereich Bildung, Forschung, Schule, Unterricht seine Ideen und Projekte zu verwirklichen.
  • es müsste ein Portal geben, auf dem die nützlichen Tools aus Web 2.0 teilweise integriert aber auch gelistet sind und ihre Vor- bzw. Nachteile hervorgehoben werden könnten.
  • es müsste eine Kompetenzvernetzung stattfinden die über die Betriebsblindheit hinausgeht
  • es müsste eine direkte Verzahnung zwischen Theorie und Praxis geben
  • es müsste ein Portal geben, dass für jeden User verständlich ist, eine einfache Handhabung ist Pflicht.

Nun aus diesen Punkten heraus ist die Maschendraht-Community entstanden. Sie ist das Entwicklerportal um eine Plattform zu erstellen, dass genau die Anforderungen erfüllen soll.

Wir suchen noch aktive Mitstreiter für dieses Konzept!

Na, neugierig geworden? dann klick dich ein und hilf den Nachfolgern sich einfach eine Grundvernetzung anzueignen!

Die Trilogie! PH-Studenten über Vernetzung und Web 2.0

Nun ist der dritte Teil des Interviews fertig. Lutz Berger hat seit fünf Tagen wohl kein Auge zugemacht um das Filmmaterial zu bearbeiten! Herausgekommen sind ein

  • Teaser als Vorgeschmack
  • der 1. Teil indem die Studenten sich dazu äußern, warum sie Lehrer werden wollen und wie die Realität an der PH dann aussah.
  • der 2. Teil indem die Missstände erörtert werden und produktive Vorschläge gemacht werden
  • und zu guter Letzt ein dritter Teil darüber, wie Vernetzung und Web 2.0 Schule und Lehrern helfen könnte:

3. Teil – Die pädagogische Power des Projektes

Eine sehr schöne Dokumentation zu den Geschehenissen in unserem Seminar und ein Einblick in das Ludwigsburger PH-Leben.

Lehnt euch zurück und lasst euch eine weitere halbe Stunde auf diese Reise ein. :)

Das Lutz-PH-Kino geht weiter!

Und nur einen Tag später hat Lutz einen zweiten Teil vom Interview hochgeladen. Da geht es um Dinge die wir verbessern wollen würden und was positiv ist an der PH! Das war uns besonders wichtig, denn nur Mosern und nichts bewirken bringt nichts. Die PH hat auch viele gute Seiten, aber hört euch einfach an, was wir dazu sagen.

Lehrerwünsche und Illusionen an der PH

Als Lutz Berger am letzten Donnerstag bei uns war, hat er uns Interviewt – für uns war es der Erstkontakt mit Kamera und Mikro. In dem Abschnitt geht es um die Fragen, warum wir Lehrer werden wollen und was uns dann an der PH erwartet hat. Uns war es nach diesen zwei Fragen auch wichtig, die positiven Seiten der PH hervorzuheben. Die sind in diesem Teil noch nicht mit verarbeitet. Als Fazit bleibt zu sagen, dass viele von uns gerne an der PH sind und dieser auch sehr viel positives abgewinnen können. Dabei kam es bei allen Aussagen auf die Menschen an, die die PH gestalten. Die Architektur lässt aber irgendwie alle schaudern. Und nun wünsche ich euch viel Spaß mit dem ersten 10 Minuten- Interview.

“Was LdL nicht ist!”

Nach einer interessanten Diskussion mit Jean-Pol Martin hat er sich dazu verleiten lassen, einen Beitrag darüber zu schreiben, was LdL nicht ist. Mehrfach kamen uns die Erkenntnisse in unserem Seminar, dass Lehrer, Schüler und andere Unterricht kennengelernt haben, der unter dem Begriff LdL vermarktet wurde. Daraus enstand ein Missverhältnis zwischen der Idee und der Umsetzung. Die typischen Kritiker, die sich nicht die Mühe machten zu recherchieren, schimpften auf LdL, dass es doch nur ein altes Ross in neuer Gewandung sei. Und genau aus diesem Grund bin ich Jean-Pol Martin dankbar, dass er den Beitrag auf seinem Blog verfasst hat. So ersparen sich viele Aktive die endlosen Diskussionen.

Wünsche viel Spaß beim Lesen und wer darüber hinaus fragen hat, kann sie gerne stellen.