Mein Schutzengel macht Überstunden!
März 5, 2009 at 7:39 | In Mels Welt | 3 CommentsZugegeben, ich habe ein breites Kreuz.
Zugegeben, es gibt immer einen Weg.
Zugegeben, manchmal ist der nicht sichtbar.
Und zugegeben, manchmal muss der Schutzengel Überstunden machen.
So auch Heute:
Die Kinder haben Windpocken (Quarantäne), ich Praktikum und hier läuft die Orga auf Hochbetrieb. Man kann sich vielleicht ein wenig vorstellen, welche Massen an Informationen teilweise durch das Gehirn rasen. Gefühlt ist der Kopf voll und die Ressourcen knapp am Ende ihrer Kapazitäten. Denkste, es geht immernoch mehr…
Heute sollte der große Tag sein, seit Wochen arbeiten die Kinder darauf hin, Inliner zu haben. Abgesprochen, Geld beiseite geschafft und ….
Tür zu! Schlüssel drin.
Eigentlich hätte es ein schöner Tag werden können. Wir wollten die Inliner besorgen, raus in die Pampa, damit nicht noch mehr zur Windpocken-Bande übersiedeln. Und dann das…
Schlüsseldienst: 109 Euro
Inliner verschoben.
Großes Trauerspiel!
Nun, wie sagte mein persönlicher Schutzengel gerade zu mir: es ist alles nicht so schlimm, wie es aussieht. Sie brachte den Kindern einen Brief, mit dem sie sich morgen die rollenden Wunschobjekte holen können, füllte den Kühlschrank auf und brachte die erste Frühlingsblume ins Haus. Ich selbst befinde mich gerade zwischen lachen und weinen.
Ein Freund von mir sagte mal zu mir: mach die Augen auf, wir sind doch alle für dich da. Und fürwahr, kaum einer schaut weg.
Nur für die, die mich nicht so gut oder gar nicht kennen…
ich kämpfe seit Monaten gegen sämtliche Widrigkeiten, die einem das Leben so spielen kann. Bin pure Optimistin in allem was ich tue und was geschieht:
Heinz Rudolph Kunze: „… und wenn das Eis nicht mehr trägt, dann schwimmen wir einfach weiter.“
nur ganz manchmal und das wirklich selten, verlässt mich der Mut. Heute war so ein Tag – und er endete so überraschend.
Und deshalb ist es mir heute besonders wichtig, mal all jenen zu danken, die die letzten Wochen für mich da waren, mich unterstützt, gefördert und gefordert haben. (Egal ob privat, geschäftlich oder einfach nur so.)
Bodo und Familie, Ute, Mami, Florian, Melli, Christian, Ellen, Thorsten, Lutz, Alexander und vielen, vielen anderen.
DANKE!
… und nun: auf in die nächste Runde.
13 Zeilen für das Leben
Februar 21, 2009 at 7:29 | In Mels Welt | 1 Commentvon GABRIEL GARCÍA MÁRQUEZ 
1. Ich mag dich nicht weil du bist wer du bist, sondern dafür wer ich bin,
wenn ich mit dir zusammen bin.
2. Keine Person verdient deine Tränen, und die, die sie verdienen werden dich nie zum
Weinen bringen.
3. Nur weil dich jemand nicht so liebt wie du es dir wünschst heißt das nicht, dass
er dich nicht mit ganzer Seele liebt.
4. Ein wahrer Freund ist der, der deine Hand nimmt, aber dein Herz berührt.
5. Die schlimmste Art jemanden zu vermissen ist die an seiner Seite zu sitzen und zu wissen,
dass er nie zu einem gehören wird.
6. Höre nie auf zu lächeln, auch dann nicht, wenn du sehr traurig bist, denn du weißt nicht
wer sich vielleicht in dein Lächeln verliebt.
7. Du kannst für die Welt nur eine Person sein, aber für eine Person die ganze Welt
bedeuten.
8. Verbringen deine Zeit nicht mit jemandem der sie nicht mit dir verbringen möchte.
9. Vielleicht möchte Gott, dass du im Laufe deines Lebens viele falsche Menschen
kennen lernst damit du, wenn du die richtigen triffst, sie auch zu schätzen weißt und
dankbar für sie bist.
10. Weine nicht, weil es vorbei ist, lache weil es überhaupt passiert ist.
11. Es wird immer Menschen geben, die dich verletzen, also musst du weiter vertrauen
und nur in Zukunft vorsichtiger sein wem du ein zweites Mal vertraust.
12. Werde ein besserer Mensch und vergewissere dich zu wissen wer du bist bevor
du jemand anderen kennen lernst und darauf wartest, dass er weiß wer du bist.
13. Strenge dich nicht so an, denn die besten Dinge passieren, wenn du sie am
wenigsten erwartest.
Schicke das zu den Menschen, die aus irgendeinem Grund deine Freunde sind.
Auch wenn du sie nicht immer siehst, auch wenn du sie nicht immer sprichst… Denke immer daran:
„ALLES WAS PASSIERT, PASSIERT AUS EINEM BESTIMMTEN GRUND!“
(Quelle: http://www.norbertkasper.de/interessantes/lebensweisheiten/lebenleben.htm )
Nostalgisch
Februar 20, 2009 at 5:50 | In Mels Welt | 4 CommentsEin Zitat aus meiner Jugendzeit. Damals, wie heute wertvoll…
„Ich ging in die Wälder, denn ich wollte wohl überlegt leben. Intensiv leben wollte ich. Das Mark des Lebens in mich aufsaugen, um alles auszurotten was nicht lebend war. Damit ich nicht in der Todesstunde innewürde, das ich gar nicht gelebt hatte.“ (Zitat: Club der toten Dichter)
Fallen euch noch Filmzitate aus den 80ern und 90ern ein, die euch begleitet haben?
Google-Handy G1
Februar 9, 2009 at 8:22 | In Mels Welt, Web 2.0 | 2 Comments
Seit fast einer Woche besitze ich das G1. Da mich nun einige darauf angesprochen haben, hier ein kleines Resumée zum Gesamteindruck, Bedienerfreundlichkeit, Dau-Qualität und zum Handling. Die technischen Details bleiben hier weitgehend außen vor. Die könnt ihr ja überall nachlesen.
Was ist das G1?
Das G1 ist ein Smartphone (Mischung aus Mobiltelefon und PDA) und vor allem das erste Google-Handy! Immer online und immer up to date. Aber nun zu den Details:
1. Inbetriebnahme
Die ersten Schritte waren superleicht. Anmachen und lossurfen. Wunderbar, aber bis das Ding wirklich personalisiert ist dauert es schon eine ganze Weile. Vor allem weil es kein ausführliches Betriebshandbuch gibt. Mitgeliefert werden lediglich eine Kurzbedieungsübersicht und eine CD mit einem Pdf-Dokument, welches sich wirklich nicht Handbuch schimpfen darf. (Beide beschreiben nur die Dinge, die eh intuitiv Bedienbar sind…)
Der Zeitaufwand bis das Google-Handy eingerichtet ist ist also ziemlich hoch. Natürlich liegt das vor allem daran, dass ich auch alle Funktionen ausschöpfend nutzen möchte. Ich kauf mir ja nicht einen Porsche um ihn dann in der Garage stehen zu lassen.
2. Bedienung
Die meisten Features werden intuitiv bedient. 3 Startseiten mit leichtem Zugriff sind empfunden purer Luxus. Das G1 kommt so gut wie nackt ins Haus. Anwendungen werden im Google-Market heruntergeladen (bisher gratis). Das dauert schon eine Weile bis man sich durch alle Bereiche durchgesucht hat.
Email / Kontakte werden dank MyPhoneExplorer einfach in Sekundenschnelle übertragen. Kein lästiges Daten suchen, verschieben und Telefonnummern verlieren.
Das Betriebssystem Android funktioniert rund. Auch wenn der Bereich „Systemsteuerung“ wirklich Stiefmütterlich umgesetzt ist. Zum Glück braucht man diesen nur einmal am Anfang, sonst würde ich das als erstes Manko definieren.
Der Standardbrowser von Android ist etwas rudimentär. Dafür kann man sich aber schnell Ersatz im „Market“ holen (z.B. Steel). Die Linklisten vom Homeoffice sind ebenfalls importierbar.
3. Handling
Das G1 liegt super in der Hand. Die Qwertz-Tastatur ist ausgereift und jede Taste prima zu bedienen. Der Touchscreen wurde aber anscheinend nicht für Frauen mit langen Fingernägeln entwickelt. Die Verrenkungen die ich teilweise vollführe um eine Shorten-Url anzuklicken sind Rekord verdächtig. Da hilft dann nur noch der Trackball. Der wiederum ist präzise und sowohl für das Scrollen, als auch für das Anklicken wunderbar.
4. Leistungen
Ganz vorne weg: der Akku ist ein Witz. Jeden Abend laden ist normal und das bei humaner Nutzung… da haben die Macher wirklich Handlungsbedarf. Es schmälert nämlich das Vergnügen, wenn man dann doch nicht frei auf das Gerät zugreifen kann. Die Internetgeschwindigkeit ist hingegen gut. Google, YouTube inkl. Über die Kopfhörer erhält man auch volle Klangqualität der eigenen Playlists bei YouTube, LastFM etc. Der Speicher ist auf 8 GB erweiterbar, mitgeliefert werden 2 GB. Für mich ist die Speicherkartenlösung prima, so kann ich verschiedene Karten, mit unterschiedlichen Inhalten schnell und problemlos wechseln.
5. Twitter
Natürlich gibt es auch eine Anwendung für Twitter: Twitdroid. Und der kleine kann es wirklich mit den großen Apps aufnehmen. In drei Spalten, werden sowohl der Main-, der Reply- und der DirectMessage-Channel angezeigt (ähnlich wie bei Tweetdeck). Da das G1 permanent mit dem Internet verbunden ist, zeigt er auf der Startseite ein Mini-Symbol für neu empfangene Tweets. One-Klick und man ist wieder voll informiert.
6. Features
Der Mensch ist ein Gewohnheitstier … und so bin ich glücklich darüber, dass ich alle möglichen Web 2.0 Tools auch in meinem G1 integrieren kann. RSS, Widgets, E-Mail, usw. usf. Die Kamera ist eigentlich nicht nennenswert. Für Schnappschüsse reicht sie aber allemal aus. Ach ja, natürlich kann man mit dem Gerät auch telefonieren…
7. Fazit
Bis auf den Akku ein wirklich geniales, überaus flexibles Gerät! Ich bin sehr zufrieden und habe irgendwie das Gefühl, dauerhaft mein LapTop dabei zu haben. Grandios!
Social Web – Chance für die Gesellschaft?
Januar 31, 2009 at 6:43 | In Didaktik, Informatik, Maschendraht-Community, Mels Welt, PH-Ludwigsburg, Web 2.0 | 2 CommentsDurch mein Lehramt-Studium im Fach Informatik (u.a.) und einem innovativen Mentor Dr. Christian Spannagel arbeite ich seit längerem an den Möglichkeiten von Web 2.0 in der Lehre. Aber wie kann das social Web die Welt verbessern?
Als aktives Produkt der Überlegungen ist die Maschendraht-Community entstanden. Hier wird fleißig diskutiert, sich arrangiert und mit Produktbeispielen transparent gemacht, was die Lehre 2.0 leisten kann. Auf das erste Problem stößt man unweigerlich, wenn klar ist, dass die Lehrer und Lehrerinnen(LuL) flächendeckend sich weniger auskennen im Social Web, als ihre eigenen Schülerinnen und Schüler (SuS). Eine der ersten didaktischen Überlegungen beinhaltet, dass man die SuS abholt, wo sie sich befinden. (Lernstand, Gegenwartsbezug etc.) Wenn man dies aber wörtlich nimmt, dann sind die Heranwachsenden vermehrt und fast selbstverständlich im Web zu finden. Wieso nutzen wir das nicht einfach aus? Die Frage ist leicht, vielen Lehrenden ist nicht bewusst welcher Mehrwert für die Inhalte durch das Web entsteht und wie sie das überhaupt erreichen können. Deshalb arbeiten wir aktuell an einem Maschendraht-Mentoren-System um den Neueinsteigern den Beginn einer für sie neuen Ära möglich zu machen.
Soweit so gut, wir sehen den Mehrwert, wir sehen die aktive Unterstützung der Neuen und wir sehen eine Chance für die Lehre 2.0.
Ein ganz anderer Aspekt schleicht sich mit dem Social Web ein, den ich hier näher beleuchten möchte:
Wieso ist das Social Web eine Chance für die Gesellschaft?
1. Durch das Social Web entsteht die Möglichkeit des Austauschs und des gemeinsamen Wissen konstruierens. Das Internet dient nicht länger nur als Informationsquelle, sondern wird aktiv gestaltet.
Beispiel: In der Md-C konstruieren wir permanent gemeinsames Wissen, dies stellt wiederum die Basis für vertiefende Überlegungen (Ldl, Vernetzung, Lehre, etc.).
2. Das social Web wirkt integrierend über alle Alterskohorten. Der Austausch zwischen jungen und älteren Semestern bildet eine Verknüpfung von Erfahrungen, Ideen und Innovationen. Gerade weil unsere Familienstrukturen häufig weggebrochen sind, ist der Austausch teilweise gar nicht mehr vorhanden – dazu gehört natürlich, dass sowohl die Einen, als auch die Anderen sich gegenseitig respektieren und sich ernst nehmen.
Beispiel: In der Md-C haben wir eine Vernetzung von Menschen erreicht die als Vorbild dienen könnte. Schüler, Studenten, Dozenten, Lehrer, Professoren, Mittelständler, Bürger, Rentner etc. Die Verknüpfung von Erfahrungen mit den neuen Möglichkeiten ist unweigerlich ein Erfolgsrezept.
3. Das social Web vernetzt Menschen aus allen möglichen Bereichen. Interaktionen zwischen der Lehre, Forschung, Bildung und Ausbildung, Wirtschaft und Verbraucher etc. bildet so ein dynamisches Netz um (bessere) Produkte zu verwirklichen.
Beispiel: In der Md-C vernetzen sich nicht nur die Menschen aus der Lehre, sondern auch jene aus Wirtschaft und Interessierten. So entstehen Produkte die die Betriebsblindheit minimieren können.
Wenn die Gesellschaft nun also lernt, gemeinsam Ideen und Produkte zu entwickeln, sich gemeinsames Wissen anzueignen, wäre dies eine Möglichkeit einer neuronalen Vernetzung hin zu einem gemeinsamen Gesellschaftsgehirn, welches aktiv die Probleme der heutigen Zeit angehen könnte.
Soweit zu dem etwas naiven Bild welches gleichzeitig eine Idee zur Weltverbesserung darstellt. Aber wenn viele diesen Gedanken aufgreifen, dann können wir einiges bewegen.
Web 2.0 und die Lehre erst in 10 Jahren wirklich vereint?
Januar 22, 2009 at 9:08 | In Didaktik, Maschendraht-Community, Web 2.0 | 10 CommentsGestern Abend war ich mit Christian Spannagel und Stefanie Schmidberger bei einer Diskussionsrunde der Macromedia Hochschule für Medien und Kommunikation. Thematisch sollte es um das „Social Web – Chance oder Gefahr“ gehen. Das Setting war gut, die Beiträge zu journalistisch und viele Aspekte wurden gar nicht angesprochen. Für uns, die wir uns aber tagtäglich damit beschäftigen, welchen Mehrwert wir uns ausrechnen für die Lehre, war es sehr interessant zu sehen, welche Gedankenansätze die MHMK aktuell bearbeitet.
Ich beziehe mich jetzt bewusst nicht auf die Statements des gestrigen Abends. Das würde zu ausführlich und vor allem wären das keine Samthandschuhe…
Interessant war allerdings, wie unterschiedlich die Meinungen sind, welchen Mehrwert das Web 2.0 bietet. Während wir uns natürlich mit didaktischen Konzepten, inhaltlichen Diskursen, kollektiver Wissenskonstruktion, der Verknüpfung von Theorie zur Praxis und der neuronalen Vernetztheit der Menschen beschäftigen. Widmeten sich die Veranstalter mehr den kapitalistischen Ideen und Sorgen. sowie der Werbung. Das Ganze aber doch eher auf einem oberflächlichen Niveau und mit dem Fokus stark auf die Zukunft mit Wahrsagecharakter. Aber wer weiß schon, was in 10, 20, 30 Jahren ist?
Mit der Maschendraht-Community sind wir aktiv und produktiv an die Frage der Möglichkeiten im Hier und Jetzt beschäftigt. Richtig ist, dass in diesem Kontext viele Web 2.0 affine den Weg zu uns gefunden haben. Da wir uns nicht abschotten wollen von der Allgemeinheit, sondern integrierend, fördernd und unterstützend agieren wollen ist es nun wichtig eine gemeinsame Sprache z.B. mit den Lehrenden zu finden.
Mein nächster Schritt wäre demzufolge, als erstes die Web 1.0 Menschen erreichen zu wollen und ihnen mit einem ausgeklügelten Autorensystem den Weg ins Web 2.0 zu erleichtern.
Web 2.0 und die Lehre erst in 10 Jahren vereint? – das mag ich noch nicht glauben und deshalb arbeite ich weiter an unserem Konzept, welches aus meiner Überzeugung heraus insgesamt einen Mehrwert für die Lehre darstellt.
LdL-Blogparade
Januar 19, 2009 at 12:15 | In Didaktik, LdL | Leave a Comment6. Lehrerrolle neu definieren!
Aus aktuellem Anlass, weil sich in dem Blog von Christian eine rege Diskussion zu dem Thema entwickelt hat, stelle ich hier dar, wie die Rolle des Lehrers im Bezug auf „LdL“ zu sehen ist.
Der Lehrende ist sowohl für den Rahmen als auch für alles andere verantwortlich. Insoweit stellt das keinen Unterschied zu den bisherigen Unterrichtsmodellen dar. Doch die Gewichtigungen verlagern sich. Es gilt, nicht mehr die Inhalte zu transportieren, sondern die gemeinsame Wissenskonstruktion der SuS in den Vordergrund zu stellen. Hierbei kommt dem Lehrenden die Aufgabe zu, sehr empathisch und aufmerksam auf die verschiedenen gruppendynamischen Prozesse einzugehen. Das klingt theoretisch ganz einfach, ist es aber nicht. Wir betrachten sowohl die Gruppe als auch den einzelnen Schüler. Versuchen herauszufinden, welche Stärken und Schwächen in jedem Einzelnen sind und welche Fähigkeiten der Gruppe dienlich sind. So profitieren alle von den Kompetenzen des Einzelnen. Diese zu erkennen, zu fordern und zu fördern erfordert ein hohes Maß an Disziplin, Aufmerksamkeit und vor allem Empathie. Wichtig ist, ein authentisches Verhalten von allen Seiten. Dieses fördert zutage, was sonst im Schulalltag leider untergeht. Meine Beschreibung könnte jetzt vermitteln, dass wir keine Lehrer, sondern Personaltrainer / Coaches benötigen. Dem ist natürlich nicht so. Oberste Priorität haben die Inhalte und deshalb muss ein Lehrer sowohl die Rolle des Coaches, als auch seinem Fachwissen permanent gerecht werden und bei Bedarf, nicht nur den Einzelnen stützen, sondern auch die Inhalte aktiv tiefer treiben.
LdL-Blogparade
Januar 18, 2009 at 8:37 | In Didaktik, LdL | 1 Comment4. Welche Voraussetzungen gelten für den Unterricht? Rahmen, Strukturen, Konsequenzen
Die höchste Priorität gilt dem Rahmen. Ohne diesen kann LdL nicht funktionieren.
Die SuS brauchen einen adäquaten Rahmen in dem sie sich sicher fühlen und sich trauen im Lernprozess auch Fehler zu machen. In der bisherigen Betrachtung und der Reflektion über Schule stand und steht im Vordergrund die Leistung und das Punkte sammeln. Schauen wir uns unsere kognitiven Strukturen an, ist Lernen ein Prozess, der nicht auf Knopfdruck passiert, sondern auf Erkenntnissen, Erfahrungen und Entwicklungen beruht. Ich muss also auch einen gedanklichen Irrweg betreten dürfen ohne dafür bewertet zu werden. Ohne die Angst haben zu müssen, dass sich dieses negativ auf mein Profil und meine Noten auswirkt. Das A und O bei LdL ist es also als Lehrer oder Lehrerin einen Rahmen zu schaffen, der Sicherheit und Freiheit zugleich bietet. Um dieses zu erreichen braucht man im Klassenraum eine regelrecht disziplinierte und konzentrierte Atmosphäre die mit Bedingungen und Konsequenzen verknüpft ist. Das bietet Sicherheit und den Raum für Entwicklungen.
Tiefgang zum Ursprung – oder die Erde ist rund!
Januar 17, 2009 at 5:32 | In Mels Welt | 3 CommentsWenn man mich kennen lernt, dann weiß man ziemlich schnell, dass ich von oberflächlichen Gehabe nichts halte. Beschäftige ich mich bewusst mit einem Menschen oder mit mir, dann erfahre ich Tiefgang, der soviel mehr an Wert hat. Aus einer einfachen Unterhaltung heraus mit meiner Freundin haben wir versucht ein für uns plausibles Bild zu entwickeln, wie sich Wege zur Tiefe entwickeln können und wo die Grenzen zu sein scheinen.
Nehmen wir also das Bild der Erde. Die Oberfläche ist meist rauh und oft ein phänomenales Naturschauspiel. Die Struktur der Oberfläche zeigt das Sich-Präsentieren des Einzelnen. Treffen sich also zwei Individuen die ein potenzielles Interesse am Gegenüber haben so werden Wege geebnet in das Innere. Wieweit man sich dabei selbst Offenbart hängt unabdingbar mit den Kenntnissen zusammen, die man über sich selbst hat. Da die Erde eine Kugel ist, gibt es keine vorgefertigten Routen, wie weit man von der Oberfläche entfernt ist und ob man sich nur parallel zum Umkreis befindet, das ist als solches nicht erfassbar. Dies ist das Bild der eigenen Selbstverständlichkeit. Das beinhaltet zum Beispiel auch, inwiefern ich mir selbst in manchen Bereichen etwas vormachen könnte.
Bewegen wir uns immer weiter zum Mittelpunkt, kommen wir dem wahren Tiefgang ziemlich nah. Wir gehen davon aus, dass es einen inneren Kern gibt, der nicht kognitiv und mental zu durchdringen sein wird, damit die Existenz des Einzelnen nicht bedroht wird.
Wie erfahre ich nun, wann ich wirklich und wahrhaftig am eigenen Kern, an der Basis meines Seins angekommen bin? Indem ich einen Schritt weiter gehe, mich überprüfe und reflektiere ob der eben dagewesene Zustand am Kern der Sache nicht plausibler ist. Bin ich mir nicht sicher, kann ich meinen Weg in eine beliebige Richtung fortsetzen.
Wie seht ihr denn das, erscheint euch dieses Bild plausibel? Kommentiert einfach
Sinnierende Grüße, Mel
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