Kinderweisheiten die Erste

Die Personen:

M die Mama, 30 Jahre, Studentin Vorlesungsende 17:15 Uhr

J: der Sohn, 5 Jahre alt

S: die Tochter, 3 Jahre alt

Ein Gespräch im Auto von der Tagesmutter nach Hause ca. 18:30:

M: Ok, wollen wir uns gleich einen Tee kochen?

J & S: Jaaa

J: darf ich den kochen?

M: klaro, ich helf dir dann. Welchen Tee wollen wir denn?

S: den Erdbeertee

J: nee, den will ich nicht

(m überlegt einen Moment)

M: hm, was haltet ihr von dem türkischen Apfeltee?

S & J: aujaaa

(m erleichtert – S überlegt einen Moment)

S: können wir dann Türkisch???

Ein LdL 2.0-Flow – und seine individuellen Folgen

Die Ereignisse der letzten Wochen wurden sehr schön zusammengefasst von Christian Spannagel. In seinem Blog findet man alle nötigen Links, die zeigen was sich entwickelt hat und man erhält eine Chronologie der Ereignisse. Deshalb gehe ich hier nicht weiter darauf ein, schaut einfach mal bei ihm vorbei, es lohnt sich! Vielmehr geht mir durch den Kopf, was die letzten 3 Wochen mit mir gemacht haben. Also die ganz unwissenschaftliche Seite unseres „Flows“.  —> das Ego!

Ausgehend von einem Zitat: „Sie leisten hier nicht das, was sie leisten könnten!“

Dieses Zitat stammt aus meinem 4. Semester an der Ph-Ludwigsburg. Grundlegend verstehe ich darunter ein Feedback. Und es ist ok. Denn ich kann dem nur zustimmen. Ich leiste in der PH genau das was ich muss und was ich als Prorität 2 in meinem Leben vertreten kann. An erster Stelle stehen meine Kinder (3 und 5 Jahre alt). Aus der Sicht von Eltern, Familien, Gesellschaft, Freunden etc. wird das als Vollwertig hingenommen. Aus der Sicht der PH? Nunja, da streiten sich verständlicherweise die Zielvorstellungen. Um an der PH vollwertig und dauerhaft sehr gute Leistungen zu bringen, bräuchte ich den Rücken frei. Ich habe gelernt, wie man an der PH sein Ziel erreicht und dennoch ganz und gar Mama ist. An dieser Stelle bitte nicht falsch verstehen, es ist kein Fishing-for-compliments, kein „Ach, ich hab´s ja so schwer-Getue“, keine Rechtfertigung. Lediglich eine Momentaufnahme über das Leben als alleineerziehende Mutter und Studentin. Ich könnte hunderte Beispiele anführen, wo sich diese beiden Komponenten richtig in die Wolle kriegen, aber so habe ich es gewollt und so werde ich es schaffen. Man wächst mit seinen Aufgaben…

Viel Spannender ist deshalb die Entwicklung der letzten 3 Wochen. Das Semester begann routinierter, ruhiger, langweiliger… und dann… die letzte Sitzung in der Woche. Donnerstag Abend. Die Kinder sind bei meiner Tagesmutter. Sie  ist ein Engel und deshalb kann ich mich voll und ganz auf das Seminar einlassen.

„Didaktik der Informatik“ – dieses Seminar hatte ich schon im dritten Semester belegt und nicht zuende gebracht, wegen Fehlzeiten und für mich selbst zu schlechten Leistungen. Herr Spannagel erlaubte mir, das Seminar zu wiederholen… welch ein Schlüsselmoment. Ich kam 5 Minuten verspätet in die Sitzung und war überwältigt. Die 8 Personen die da saßen waren mir sehr bekannt und ich mochte sie alle (IsLa wurde gleich adoptiert). Die Seminare bei Herrn Spannagel sind eh schon positiv belastet. Mit so einem Seminar schließt man gerne die Woche ab.

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kurze Schreibpause: Sandwürmchen-Spiel spielen (es ist Sonntag-Nachmittag und mein Sohn hat fieber)

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Wie sich die Aktivitäten rund um LdL und das Seminar entwickelt haben, so rasant so voller Feuer, so voller Motivation so hab auch ich mich mit dem Strom reißen lassen. Geistige Höchstleistungen, jagten organisatorische Streifzüge, viel Kommunikation mit sehr motivierten und interessierten Menschen. Es ist mal wieder die Zeit für Erkenntnisse. Wie sehr habe ich den Austausch vermisst, ob jetzt speziell über LdL, Neuronenmetaphern oder Meerschweinchen. Oder aber auch im privaten, wo es einen Menschen gibt, der sich ebenso sehr auf die Reisen begibt wie ich. Alles beflügelt zur Zeit…

Und das alles aufgrund eines Seminares, welches zwar interessant klingt- „Didaktik der Informatik“ – aber nicht weltbewegend scheint.

Meine persönlichen Höhepunkte aus den letzten 3 Wochen im Seminar:

  • Die aktive Beteiligung des Seminars an der LdL-Diskussion.
  • Das mitdiskutieren Externer auf unserem Wiki.
  • Der Überraschungsbesuch von Jean-Pol Martin.
  • Der Kontakt zu den Schülerinnen der 11c.
  • Die diversen Dikussionen im Netz

und was daraus geworden ist:

  • Motivation in allen Bereichen
  • Die Neuronen schlafen nicht mehr im Trott der vorlesungsfreien Zeit.
  • Der Wandel von der Antriebslosigkeit bis hin zu den Höhenflügen.
  • Das intensive Kennenlernen einer sehr wichtigen Person.
  • Die Verknüpfung von Theorie und Praxis – Wissenschaft und Unterricht.
  • Philosophien und Metaphern
  • und das wichtigste überhaupt: glückliche Mama = glückliche Kinder. 🙂

Deswegen wird der Berg nicht kleiner, die Anforderungen nicht geringer, die Aufgaben nicht weniger, aber sie scheinen machbar und deshalb ein Dankeschön an all diejenigen, die sich die Zeit genommen haben etwas zu bewegen und noch viel bewegen werden.

Hochachtungsvoll

mel