EduCamp 2009 – Prozesse und Energien

Was erreicht ein EduCamp?

Für mich auch schon vor Ort eine Frage gewesen, die wir nicht angegangen sind. Könnten wir die Energien die vor allem Kognitiv die neuronalen Netze bis ans äußerste reizten, nicht auch verwenden um gemeinsame Ziele zu formulieren? Wäre nicht eine Bündelung der Ideen und Impulse ein guter Ratgeber für gemeinsame Aktivitäten? Deutschlandweite Experten und Interessierte waren an dem vergangenen Wochenende in tiefen Flurdialogen vereint. Inhaltliche Diskurse fanden sich zwischen guten Sessions und gutem Essen wieder. Jeder der Anwesenden hatte eigene gute Bereiche, die es zu beleuchten galt. Vielleicht bin ich da zu romantisch und realitätsfern, aber mir widerstrebt der Gedanke, dass nun jeder Teilnehmer zwar mit neuen Impressionen nach Hause geht, die im Kleinen eventuell umsetzt, aber die Kräfte nicht gebündelt werden.Die Frage ist also: was könnten wir gemeinsam erreichen? Was zeichnet uns aus?

Ich habe das Gefühl, dass wir Ressourcen verschenken. Was denkt ihr? Wie könnten wir die freigewordenen Energien bündeln und zu einem großen Ganzen aufleben lassen?

Viele Grüße, Melanie

7 thoughts on “EduCamp 2009 – Prozesse und Energien

  1. Hi, die Leute sind vernetzt und machen weiter. z.B. Euer Seminar an der PH ist ein Produkt davon. Viele Arbeiten entstehen in Zusammenarbeit der Teilnehmenden. Nicht alle gleichzeitig an einem Punkte, aber die einzelnen Aktivitäten ergeben ein Muster zusammen. Also weiter vernetzen und aktivieren.

    Grüße MOsworld

  2. Das nutzen von Energien vor Ort wird durch das BarCamp-Format etwas erschwert, da ja erst vor Ort festgelegt wird was gemacht wird und diese Einheiten zudem ziemlich kurz sind.
    Ich verstehe das BarCamp auch eher als einen sozialen Treffpunkt ohne Anspruch, konkrete Ergebnisse hervorzubringen. In Berlin war das anders, da hatten wir am letzten Tag lange Arbeitsphasen mit konkreten (eigenen) Zielvorgaben – statt kurzer Sessions.

  3. Liebe Mel,

    Die Vernetzung und Kommunikation hört mit dem Ausklingen der letzten Sekunde vor Ort des EduCamps nicht auf. In meiner Wahrnehmung ist eine über das Halbjahr verteilte unterschiedliche Intensivität in der Vernetzung und Kommunikation sogar hilfreich. Ich könnte das Pensum und die Dynamik eines EduCamps nicht jeden Tag „ertragen“. Bei mir müssen sich Anregungen über einen kleinen oder längeren Zeitraum erst „setzen“ bzw. sich zu klaren Ideen vorarbeiten. Sind diese dann jedoch formuliert, weiß ich, dass ich einzelne Personen immer wieder ansprechen darf, um mit ihnen darüber zu diskutieren. Dann trifft man sich in kleineren Gruppen, um konkret zu reden, via Skype oder Email … . Ich finde diese Mischung an Intensivität sehr angenehm. Sie ist auf meinen Charakter abgestimmt und ich fiebere somit dem nächsten EduCamp entgegen, um von diesem wieder positiv mit Anregungen überflutet zu werden.

    LG
    Jana

  4. Pingback: “Edupunk - Befreit das Bildungssystem!” « gophi’s Versuch einer Methexis

  5. Der Versuch, sich auf Ziele zu einigen, würde eher zu Streit über Ziele führen, während so die Anregungen wirken können und man danach mit denen Kontakt aufnehmen kann, die einen angeregt haben.
    So leicht fällt man im Zeitalter von E-Mails, Blogs und Twitter nicht aus der Welt.

  6. Vielen Dank für eure Comments! Nicht meine Energie ist jetzt verschwunden, sondern die Idee, das mit Geduld und Wachsamkeit einiges entstehen kann.

    @rené Und was kam aus den Berlin-Zielen raus? Gab es eine Quintessenz? gemeinsame Projekte?

    @Jana eine sehr schöne Herangehensweise beschreibst du da. Davon kann ich mir eine Scheibe abschneiden.🙂 Danke für deine Sichtweise, denn mein ruheloser Geist hat Antworten bekommen.

    @apanat wohl wahr. Dann schau ich mal, was in den nächsten Wochen und Monaten so an Entwicklung stattfindet. (Und was ich selbst dazu beitragen kann.)

    Viele Grüße, Mel

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