Alkoholverkaufsverbot Baden-Württemberg

März 3, 2010 um 7:32 am | Veröffentlicht in Mels Welt, Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Warum erzieh ich meine Kinder zu mündigen Bürgern, wenn sich das Land Baden-Württemberg doch anmaßt zu wissen was gut ist…

Eigentlich dürfte ich nicht einmal verwundert sein, wenn man die Mentalität auf diesem kleinen Fleckchen Erde betrachtet, egal ob Schwaben oder Badener. Im Grunde betrifft es mich nicht einmal, dennoch ist mir bei dieser Art von Politik echt mulmig:

„In Baden-Württemberg darf ab März 2010 nachts von 22.00 bis 5.00 Uhr außerhalb von Gaststätten kein Alkohol mehr verkauft werden. Das Verkaufsverbot, das in dem baden-württembergischen Ladenöffnungsgesetz enthalten ist, soll alkoholbedingten Straftaten und Ordnungsstörungen im öffentlichen Raum entgegenwirken. Betroffen von dem Verkaufsverbot sind Ladengeschäfte aller Art, aber auch Tankstellen, sonstige Verkaufsstände oder Kioske.“ (Quelle: http://www.anwalt.de/rechtstipps/baden-wuerttemberg-naechtliches-alkoholverkaufsverbot-tritt-in-kraft_007844.html)

Was mich stört:

1. Laut Jugendschutzgesetz dürfen Menschen unter 18 unter Absprache mit den Eltern den Ausgang regeln, Alkoholische Getränke ab 16 konsumiert werden und ab 18 kommen die Spirituosen hinzu. Bis 24 Uhr leert sich die Rofa (Rockfabrik), wer ist also betroffen von dem Verbot?

2. Unsere Gesetze und Richtlinien sind eine Bibliothek mit 7 Siegeln. Wahrscheinlich könnte man die Autobahnen damit pflastern…

3. Ein weiterer Eingriff in die Persönlichkeitsrechte! – imho -

4. Evtl. sollten unsere Politiker in Sachen Statistiken und Soziologie eine Fortbildung besuchen und weniger auf die Lobbyisten hören.

5. Ordnung, Ordnung, Ordnung … ach ja – öffentliche Ärgernisse. Wenn sonst nichts mehr interessant ist, dann muss man eben jammern und meckern über alles. Sonst hat das Leben ja keinen Sinn.

6. Problemlösekompetenz – gehen wir also davon aus, dass wir ein Problem mit den nächtlichen Alkoholkonsumierern haben. Ob da ein Gesetz dieser Art hilft, wage ich zu bezweifeln. Es wirkt ein wenig wie das Stopp-Schild von Zensursula. Die die sich Nachts auf den Straßen besaufen wollen, werden Lösungen und Wege finden. Wen betrifft also dieses Gesetz?

Das Land selbst schneidet sich ins eigene Fleisch, steuerliche Einnahmenreduzierung gewürzt mit Einnahmeneinbußen in der angeschlagenen Wirtschaft. Bingo! Wir gesetzestieren uns selbst Bankrott. :) Naja, vielleicht hilft dem Land da ja der Bußgeldkatalog.

Edu-Camps als Alternative?

Februar 8, 2010 um 4:18 pm | Veröffentlicht in Blogroll, Informatik, Maschendraht-Community, PH-Ludwigsburg, Web 2.0 | 5 Kommentare
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Nach dem Educamp in Hamburg und den Nachbereitungen der Blogosphäre ist ein Tweet von Michael Wald @filterraum bei mir haften geblieben.

Sollte es ein neues Format geben, in dem sich eine Bottom-Up-Riege austauschen kann? @cspannagel formulierte das als „Arsch hoch!“ – ich bin dafür.

Ich versuche jetzt mal die Komplexität zu reduzieren indem wir das Szenario verändern. Nehmen wir mal an, wir säßen in einem Tipi, der Raum ist demzufolge Rund, alle sitzen auf gleicher Höhe, Kerzenlicht bietet gerade soviel Licht um Mimik und Gestik zu erkennen, das Gesagte jedoch tritt in den Vordergrund. Bedeutungsschwangere Präsentationen werden von eigenen Statements abgelöst,wesentliche Aspekte erhalten den nötigen Raum. Was meint man mit „Bildung“? Sprechen wir vom gleichen? usw.

Aus meinen eigenen Erfahrungen heraus sind Themenlager höchst produktiv und lassen uns alle mal wieder den Boden spüren. Weniger die Karriere oder der Einzelne tritt in den Vordergrund, sondern mehr die Gemeinschaft die Antworten sucht und erarbeitet für ein evtl. besseres Bildungssystem? Die alten Paradigmen von innen heraus aufbrechen?

Mir ist bewußt, dass es paradox ist gerade eine Social-Web-Medien-Bildungscommunity (Strom, W-Lan, Twitter, PowerPoint etc.) auf ein Zeltlager zu schicken… aber vielleicht birgt gerade so ein Format die Möglichkeit für Konsensentwicklung, mannigfaltige Diskurse und neue Ideen für  eine Verbesserung von Lehre und Lernen im digitalen Zeitalter.

Warum komme ich zu diesen Überlegungen? aus vorangegangenen Educamps sind verschiedene Projekte hervorgegangen, die auf Grund von Netzwerken weit verbreitet werden konnten z.B.: Neuron, Md-C, Bildungsexpedition, WeBenin und einige mehr – Aufbruchstimmung versus Stagnation. Ich fühle mich einfach mit dem vorhandenen Format gelähmt, wie eine Punktlandung ohne nennenswerte Emergenzen.

In diesem Sinne,

Mel

Ps: nicht, dass ein falscher Eindruck entsteht. Die Orga war Klasse, viele tolle Menschen, guter Austausch – für mich hat sich Hamburg gelohnt. Mir ist es einfach nicht zielgerichtet genug, wenn man bedenkt wieviele Ressourcen zur Verfügung stehen.

Open Space unterm Regenbogen

November 12, 2009 um 9:09 am | Veröffentlicht in Didaktik, Maschendraht-Community, PH-Ludwigsburg, Web 2.0 | 4 Kommentare

Die PH-Ludwigsburg ist seit dem Frühjahr 2009 auf dem Weg ein neues Leitbild zu erstellen. Den genauen Projektablaufplan könnte man hier abrufen. Unter vielen verschiedenen Menüpunkten wurde ein „Open Space“-Tag veranstaltet. Leider finde ich das Common-Craft-Video von Michael Krüger gerade nicht, welches erklärt, wie so ein Open-Space abläuft.

Ich hatte mich sowohl bei der Auftaktveranstaltung als auch in der Onlinediskussion schon beteiligt. Privat bin ich selbst gern auf Open-Space-Veranstaltungen unterwegs, weil dort für mich sehr viel Potenzial umher geistert. Alles in allem war der Tag wohl gelungen und es gäbe nichts hinzuzufügen… wenn uns da nicht ein Appel für ein Ei verkauft worden wäre.

Was ist Open Space?

Da die Moderatoren selbst die Definitionen der Wikipedia genutzt haben, werde ich gleiches tun.

Open Space (englisch für „geöffneter, offener oder auch weiter Raum“) oder Open Space Technology ist eine Methode zur Strukturierung von Besprechungen und Konferenzen. Sie eignet sich für Gruppen von etwa 12 bis 2000 Teilnehmern. Charakteristisch ist die inhaltliche und formale Offenheit: die Teilnehmer geben eigene Themen ins Plenum und gestalten dazu je eine Arbeitsgruppe. In dieser werden mögliche Projekte erarbeitet. Die Ergebnisse werden am Schluss gesammelt. Wichtig ist, wenn der Open Space in geschlossenen Organisationen stattfindet, dass eine die Umsetzung von entstehenden Projektideen fördernde Infrastruktur bereitgestellt wird, denn Open Space kann in kurzer Zeit eine große Vielfalt von konkreten Maßnahmen produzieren.“ (Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Open_Space)

Nach einer langen Einführung der Gesetzmäßigkeiten, wie die Veranstaltung verlaufen sollte, begannen die Vorstellungen der einzelnen Themen. Hier ein großes Lob an Michael Krüger, der die räumliche Einteilung und vieles, vieles mehr auf die Beine gestellt hat.

Was mich aber zu diesem Eintrag bewegt ist die Art und Weise wie für die Sicherheit der Workshop-Angebote gesorgt wurde. Die Institute waren angehalten Themen zu stellen. Vereinzelte Dozenten überlegten am Tag vorher noch, welches Thema sie wohl pflichtbewußt diskutieren lassen sollten. In meinen Augen das typische Sicherheitsdenken, welches der Qualität so einer Veranstaltung maßgeblich nachteilig ist. Denn im Grunde ist die gesamte Orga der Raumverteilungen und Themenstellung in die Produktionszeit gefallen – die eh schon feststanden. Open Space soll motivieren, Gleichgesinnte zusammenbringen, neue Ideen pflanzen und für den Austausch zwischen verschiedenen Gruppen einer Organisation sorgen. Dafür müssen die Themensteller aber schon mit Herzblut ihr Thema begleiten – Pflichten sind in diesem Kontext  ein No-Go. Hinzu kommen Profilierungen um sich abzuheben von anderen Instituten. „Wir vom Institut XY haben …“. Ein Open-Space ist dafür da, Grenzen zu übertreten, über den Tellerrand hinweg zu sehen, gemeinschaftlich kontrovers zu diskutieren, nicht um einzelne glänzen zu lassen.

Aufgrund dieser Tatsachen frage ich mich, ob die Firma Vis!on Bonn selbst einmal die Dynamik erlebt hat, die ein Open-Space mit sich bringen kann? Nichts für Ungut, es geht hier nicht um persönliches, sondern dient einzig und allein als Feedback zur Umsetzung von Open-Space. Ein anderer Mensch mag dieses anders sehen. Ich bin ein Neuron und  halte es wie Prof. Jean-Pol Martin, der den Mensch als Ressource ansieht der sich selbst nicht so wichtig nimmt und dabei Gedanken abfeuert.  Wer weiß, bei wem sie landen?

Ein zweiter Faux-Pas ist im Umgang mit den neuen Medien passiert. Wenn ich eine Innovation einsetze, dann nicht um der Innovation willen, sondern wegen des Mehrwerts. Die Veranstaltung wurde mit Twitter „begleitet“. Twitter ist ein Echtzeit-Sprachrohr, welches zum Einen dafür genutzt werden kann, Menschen von außen mit einzubeziehen und zum Anderen für eine Vernetzung der Teilnehmenden selbst. Thesen und Ergebnisse verschiedenster Workshops können gezwitschert werden. Kommentare der Antwortenden können wiederum in die aktuelle Diskussion einfließen etc. Es bedarf keiner weiteren Nachfrage, dass die Inhalte eines Tweets eben auch realistisch sind.

Erster Tweet: Start der 1. Workshop-Session! (von @change61 10:00 Uhr – so stand es wohl im Programm.)

Reply:  aber nur theoretisch, denn noch werden weitere Themen vorgestellt. (von @vrenchen 10:26 Uhr)

Reply: start der Session? ein Bot der Dokumentiert ist Kajütenliteratur :( #phl09 immernoch Vorstellungen der Themen (von @melgottschalk 10:26 Uhr)

Die Twitterwall tat ihr übriges, fünf oder sechs Tweets waren sichtbar.  In verschiedenen Räumen waren Rechner die für Twitter genutzt werden konnten. Nachteil dabei: alle twitterten über den selben Account. Auf Reply brauchte man in diesem Kontext auch nicht gehen. Produktiven Diskursen wurde damit der Raum genommen.

Und auch hier wieder die Frage an @change61, wofür wurde Twitter eingesetzt? Welche Ziele wurden damit verfolgt? Wurde der größtmögliche Nutzen daraus gezogen?

Meine Vorschläge für das nächste Mal:

Keine Pflichten anknüpfen an Open-Space! Evtl. ist das Angebot dann nicht so breit gefächert, aber die Ausbeute ist intrinsisch motivierter und führt zu mehr Qualität.

Werkzeuge des Web 2.0 nur einsetzen, wenn es einen Nutzen hat. Nicht das Werkzeug ist Aushängeschild einer guten Veranstaltung, sondern die Inhalte, die es transportiert.

Keinen Bot einsetzen für ein Echtzeittool, das schädigt die Glaubwürdigkeit.

Fazit:

Ich habe diesen Beitrag geschrieben, weil mehrfach die Nachfrage kam, warum ich und einige andere mit der Veranstaltung nicht ganz zufrieden waren. Hier nun mein subjektives Bild, welches natürlich auch im Austausch mit anderen Studierenden entstanden ist. Die Entwicklung des Leitbildprozesses kostet extrem viel Geld, dafür erwarte ich einfach Qualität und keine Kopien. Eventuell sind meine Erwartungen zu hoch. Eventuell gehöre ich nur einen ganz kleinen Gruppe an, die es anders sieht. Aber dafür nutze ich eben meinen Blog. Bitte fühlt euch frei, auf diesen Beitrag zu antworten. Fühlt euch frei Gegenteiliges zu sagen. Geht mit mir in einen Diskurs… hier geht es in keinster Weise darum den Veranstaltern etwas nachzusagen, sondern darum Open-Space und Twitter nicht misszuverstehen. Die Assoziation zum Bild der PH mit dem Regenbogen überlasse ich gediegen euch. ;)

In diesem Sinne, Mel

Mediendidaktik Deutsch – Web 2.0 unter realen Bedingungen!

Juni 20, 2009 um 9:47 am | Veröffentlicht in Didaktik, Maschendraht-Community, Mels Welt, PH-Ludwigsburg, Web 2.0 | 3 Kommentare

In meinem Seminar mit Michael Gans zum Thema Mediendidaktik Deutsch versuchen wir zu ergründen wo die Web 2.0 Anwendungen bei klassischen Lehrbuchthemen einen Mehrwert bieten.

Welche Werkzeuge bieten im Fach Deutsch einen Mehrwert zu welchem Thema?

Bis nächste Woche sammeln die Teilnehmer Themen aus gängigen Deutschschulbüchern und wir diskutieren dann gemeinsam wo uns „Lehren und Lernen 2.0″ helfen kann. Ein schöner Ansatz der praktisch und exemplarisch in die Tiefe geht. Interessant ist dabei, dass die Teilnehmer erst selbst die Tools kennenlernen müssen. Also ein Setting der den normalen realen Bedingungen entspricht. Natürlich wäre das nicht ganzheitlich, wenn es dazu nicht auch eine Lerncommunity geben würde.

Dort dokumentieren die verschiedenen Gruppen auch ihre Projekte im Wiki ab nächster Woche. Letzte Woche haben wir die Community eingeführt und zu einer Kurzgeschichte Blogeinträge geschrieben und kommentiert. Im Prozess selbst haben die Studierenden selbst erfahren, wie es ist, wenn die Gedanken zu der Geschichte von allen Teilnehmern dem Kurs zur Verfügung stehen.

Meine Motivation dabei ist selbst Erfahrungen zu sammeln mit der Form der Lern-Community. Welche Aspekte muss ich dabei beachten, wie kann ich die Teilnehmer zur gemeinsamen Wissenskonstruktion animieren. Welche Inhalte haben die Chance eine große Resonanz zu erhalten?

Meine eigenen Erkenntnisse mit der Maschendraht-Community als Community of Practice (CoP) ist das ein weiteres spannendes Unterfangen!

Stay tuned!

Viele Grüße, Mel

Kompetentes Nicht-Wissen: innovative Lernsysteme

Mai 30, 2009 um 11:20 am | Veröffentlicht in Didaktik, Maschendraht-Community, Web 2.0 | Hinterlasse einen Kommentar

Veränderung der Strukturen und Rahmenbedingungen im Bildungsbereich erforderlich!

Mit dieser Forderung gehe ich konform. Nur wie sollen die Lernsysteme gestaltet sein? Wie lassen sich die Erkenntnisse aus der Theorie übertragen in die Schulen von Heute?

Aktuell lese ich ein Fachbuch zu diesem Thema welches sich bewusst mit der betrieblichen Weiterbildung beschäftigt. Ich nehme ein Buch, das für die Wirtschaft geschrieben wurde um Parallelitäten und Dissonanzen festzustellen. Ich versuche den Blickwinkel auf die Schule zu übertragen. Vergleiche die Bedürfnisse und die institutionellen Bedingungen. Damit erreiche ich eine  Erkenntnisgewinnung aus einer etwas anders gelagerten Sparte die dennoch das gleiche Ziel haben: (lebenslanges) Lernen optimiert für unser Jahrhundert.  Eventuell kommen dadurch Ideen zustande, die sich wiederum auf meine eigene Lehre und auf das „Lehren und Lernen 2.0″ übertragen lassen…

Aktuell befinde ich mich im theoretischen Fundament des Buches, welches aber für mich die Grundlage darstellt, Argumentationen und fachlich richtige Erkenntnisse zu erwerben. Deshalb hier kleine erste Fundstücke und Aussagen aus der Wissenschaft.

Auszug aus „Innovative Lernsysteme – Kompetenzentwicklung mit Blended Learning und Social Software“ von Annette W. Kuhlmann und Werner Sauter

„Den Kern der Kompetenzen bilden Werte.

Werte ermöglichen ein Handeln unter der daraus resultierenden Unsicherheit. Sie überbrücken oder ersetzen fehlendes Wissen.

Werte können nicht in Seminaren oder über Bücher erworben werden. Es ist vielmehr ein Prozess der sogenannten emotionalen Labilisierung erforderlich (Erpenbeck, J. und Sauter, W. 2007). Darunter versteht man das Erleben und Bewältigen von Dissonanzen, also innerer Widersprüche, weil die vorliegenden Erfahrungen und Informationen zur persönlichen Einstellung bzw. zu getroffenen Entscheidungen im Widerspruch stehen. Solche Prozesse können nur in der Realität, nicht aber in Übungen und Fallstudien erlebt werden. Dies hat weitgehende Konsequenzen für die Gestaltung der Lernprozesse in Kompetenzentwicklungssystemen.

Die Integration von realen Problemstellungen aus der Praxis oder in Projekten ist der Schlüssel zu Lernprozessen, die tatsächlich individuelle Kompetenzentwicklung ermöglichen. Solche Lernprozesse basieren auf dem Austausch des Erfahrungswissens in den Netzwerken der Lerner. Lernen wird damit zu einem Prozess der Netzwerkbildung (vgl. Siemens, G. 2006). Dafür sind veränderte Strukturen und Rahmbedingungen erforderlich.“

Ich bin gespannt, welche Antworten das Buch liefert. Bisher klingt es sehr vielversprechend. Es ist interessant für mich, dass ich trotz fehlendem Wissens (theoretisches Grundgerüst) zu den gleichen und ähnlichen Erkenntnissen gelangt bin und viel wichtiger, mein Handeln nach eigenen Werten, Normen und Regeln ausgerichtet habe. Dazu schreibt H. Haken (2004):

„Kompetenzen ermöglichen es uns, auch dann zu handeln, wenn wir nur unvollkommenes oder gar kein Wissen haben.“ – Chapeau!

Lesende Grüße, Mel

Bloggeraktion: Produkt wünschen und gewinnen!

Mai 21, 2009 um 6:46 pm | Veröffentlicht in Mels Welt, Web 2.0 | 1 Kommentar

Wo das geht? Genau: bei RabattRadar.de Vielen Dank an Literatenmelu, die mich mit Ihrem Blogpost auf die Aktion aufmerksam gemacht hat! :)

*Trommelwirbel* *Fanfarenzug* Mein WUNSCH an RabattRadar.de:

Ich wünsche mir schon laaange die Wii von Nintendo und würde mich tierisch freuen, wenn ich über diese Aktion stolze neue Bezitzerin wäre von dieser hochinnovativen, sportlichen und spannenden Spielkonsole. :)

Bloggeraktion: Produkt wünschen und gewinnen!

Aktion für Blogger einfallen lassen Dieses Mal bestimmst Du selbst, was Du gewinnen möchtest. Dazu suchst Du Dir bei RabattRadar.de ein Produkt im Wert von bis zu 350 EUR aus, bloggst darüber mit Link auf das Produkt, schreibst hier einen Kommentar mit Hinweis auf Dein Blogpost und gewinnst Dein Wunschprodukt mit etwas Glück bei der Auslosung am Ende der Aktion.

Drückt mir und Literatenmelu einfach die Daumen, sie hätte es mindestens genauso verdient wie ich. *hehe*

Liebe Grüße, Mel

Die POKENS sind los…

Mai 3, 2009 um 5:53 pm | Veröffentlicht in Mels Welt, Web 2.0 | 5 Kommentare

Normalerweise würde ich jetzt die gute Idee von Andi hervorheben, aber spätestens Verena würde mir unlauteren Wettbewerb vorwerfen. ;)

Fakt ist: ich möchte auch einen Poken! und nun? Selberkaufen ist langweilig, den aber bei Leben 2.0 zu gewinnen ist nicht nur reizvoll, sondern auch einen Blogeintrag wert.

Was sind nun diese komischen kleinen Dinger? Das erste Mal wurde ich auf dem EduCamp von Felix damit konfrontiert.

Die Pokens sind echte Papiersparer und gleichzeitig richtige Social-Web-Organizer: Visitenkarte inkl. Facebook und Konsorten. Nützlicher Spaß der den Eierschalensollbruchstellenverursacher in Nichts nachzustehen braucht. Mehr Informationen erhaltet ihr aber hier: http://doyoupoken.com.

Also: wer heute Abend noch 5 Minuten Zeit hat, der beteiligt sich einfach an Andis Verlosungsaktion, einfach weil es Spaß macht! :) ))

Sendet einfach einen Trackback zu diesem Artikel:http://saarlodri.com/blog/?p=958

Viele Grüße, Mel

Twitter – live in action in der Bildung

April 28, 2009 um 7:19 pm | Veröffentlicht in Maschendraht-Community, Web 2.0 | 2 Kommentare

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Gestern wurde ich über Twitter von Andreas Mertens gefragt, ob ich bei der heutigen „E-learning und E-Teaching“- Weiterbildung einen Gastvortrag in Darmstadt halten möchte. Kennengelernt hatten wir uns auf dem EduCamp in Ilmenau vor eineinhalb Wochen. Gesagt, getan – nach Baden Württemberg, Mecklenburg Vorpommern und Thüringen also heute nun in Hessen unterwegs. (Mel on tour)

Vielen Dank an Andreas und Tobias für die Möglichkeit die Maschendraht-Community und den LdL-Tag an der PH-Ludwigsburg zu positionieren! Und nicht zu vergessen: die Wertschätzung. Ihr seid ein tolles Team und ich freue mich, wenn wir wieder gemeinsam etwas auf die Beine stellen.:)

Natürlich blieben manche Fragen offen und wenn man bedenkt wieviel Web 2.0-Theorien umhergeistern muss es „Unwissenden“ so vorkommen, als ob es ein Mysterium ist, das viel Zeit kostet. sl-talk1Diese Zeit möchte gerechtfertigt sein, also beschäftigen wir uns weiter mit der Frage: Wo ist der Mehrwert für die Lehre im Web 2.0?- und versuchen diese transparent zu beantworten. Dennoch bleibt eine Konstante in diesem Kontext, die durch nichts zu ersetzen ist. Die Erfahrung verknüpft mit Erfolgen in der Lehre oder wie es so schön heißt, an der Front.

Unter anderem kam die Frage auf, ob es irgendwo ein Unterrichtskonzept zum Thema: „Verhalten im Internet“ gibt. Hierbei half uns wieder das Werkzeug Twitter:

twitter-unterricht

Mein Retweet damit die Frage an mehr Follower gehen konnte:

twitterretweet2

Und die Antwort an mich:

twitterantwort

Vielen Dank für die spontane Reaktion, Sigi! :) Du hast damit den gesamten Kurs beeindruckt und bewiesen, dass Twitter ein nützliches Tool für die produktive Vernetzung ist! :)

Wünsche dem „E-Learning-Kurs“ in Darmstadt auch für Morgen einen Tag voller Impulse und Ideen.

Wer live dabei sein möchte verwendet einfach den  Hashtag: #ees02

Für mich war es jedenfalls ein gelungener Ausflug ins Hessische Bildungssystem, welches ich im November als Referentin (dank der Veranstaltung) wohl noch genauer betrachten werde. Freue mich darauf, denn die gemeinsame Wissenskonstruktion kennt keine Bundesland-Grenzen im „Lehren und Lernen 2.0″.

Viele Grüße, Mel

Auf der Überholspur: die Wahrnehmung des Gegenübers im Web 2.0

April 26, 2009 um 4:17 pm | Veröffentlicht in Maschendraht-Community, Mels Welt, Web 2.0 | 10 Kommentare

Die Geschwindigkeit im Web ist beachtlich, rasant und manchmal schwindel erregend. Aber sie spricht auch noch eine andere Sprache, eine die im Grunde selten bedacht wird und mehr den Turnus zwischen den Zeilen verrät.

Prinzipiell sehe ich mich als Abonnent von Jean-Pol Martins Gedanken, die er en Masse in seinem Blog publiziert. Immer wieder verleiten mich seine Statements zur Recherche und sind eine Erweiterung meines Gedankenguts. Häufig genug treten in mir Widersprüche zu seinem Argumentationsgang auf, da er sehr polarisierende Satzinhalte verwendet. Weder Polarisierung noch Radikalität sind für mich Lösungswege für eine bessere Gesellschaft im 21. Jahrhundert. Dennoch produziert er wahre Diamanten die es aufzugreifen gilt. (Menschenbild, Neuronen, LdL, Emergenzen) Dies also nur als kurze Beschreibung um einen weiteren Verlauf besser einordnen zu können.

Heute fand für mich wieder ein faszinierendes Beispiel für die Interaktion im Web statt. Ich schrieb einen Comment in seinem Blog, es folgte ein  Austausch über Twitter,  Vertiefungen in den Kommentaren, die dann wieder zu Veränderungen und anderen Richtungen kollaborierten. Das Tempo ist rasant und wenn wir hier permanent von Öffnung von der Lehre sprechen, egal in welchem Kontext, geschieht eigentlich noch viel mehr. Die Öffnung der einzelnen Menschen, das Zusammenwachsen zu einer Gruppe, dessen Größe dynamisch variiert.

Warum ist es für mich so faszinierend? Nun, auch ich ertappe mich immer wieder, dass ich in alten Paradigmen denke. Wenn also ein Professor einen Beitrag in seinem Blog schreibt, habe ich verschiedene Möglichkeiten zu reagieren. Als Studentin zu kritisieren steht da bestimmt nicht an erster Stelle des gesunden Menschenverstandes. Auch wenn ich weit davon entfernt bin obrigkeitshörig zu sein und mir das immer wieder Steine in den Weg legt, finde ich es immer wieder erstaunlich, dass das was ich zu sagen pflege (zugegeben sehr viel ;) ) wider aller Strukturen auch erhört wird.

Ich kann im Grunde nur dazu ermuntern sich der alten, bald egoisitischen Muster zu entledigen, sich selbst nicht so wichtig zu nehmen und offen, sowie authentisch den Dialog zu den Menschen im Web zu suchen. Hier stört weder der Pickel im Gesicht noch der aktuelle Bildungsabschluß. Das Kratzen an der Oberfläche dient dem Mittel zum Zweck um dann in einen regen Austauch oder vertieften Aktionismus zu geraten.

Setzen wir also weiter die Energien aus dem Herzen frei, Vertrauen auf die eigenen Kompetenzen und die Qualitäten der Anderen und gehen so die Probleme unserer Welt an – im Kleinen, wie im Großen.

mel

Ps. Wie immer verzichte ich auf die wissenschaftlichen Analysen. Hier stehen lediglich meine Gedanken und meine Reflektionsprozesse.

EduCamp 2009 – Einfach machen! Kein „ja, aber“…

April 24, 2009 um 9:45 am | Veröffentlicht in Web 2.0 | 3 Kommentare

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„Die ja, abers müssen gestrichen werden, sie bringen nicht weiter“. So überzeugend, enthusiastisch und noch völlig in einer anderen Welt, berichtete Alexander Rausch vom WEBeninProjekt. Monatelang konnte ich dieses spannende Weltverbesserungsprojekt (Eine Welt – das gleiche Recht für alle, glücklich und zufrieden zu leben.) verfolgen. Ganz entscheidend wirkten dabei die Tools des Web 2.0 – Neuron, Twitter,  Blogs und die Herzentscheidungen der einzelnen Gestalter wie Ulrike Reinhardt.

„Im Grunde sind es immer die Verbindungen mit Menschen, die dem Leben seinen Wert geben.“ W. v. Humboldt

Als Bürokratie-Gegnerin finde ich vor allem den Ansatz des Projektes erwähnenswert, bewundernswert und unbedingt Nachahmungswert! Ideen haben, Menschen finden und gemeinsam Projekte durchführen. Das geht nur in Verbindung von Idealismus, Ausdauer, Energie und Vertrauen! Die Engstirnigkeit ablegen, weg vom „Ich“ der 90er hin zum „Wir“ des 21. Jahrhunderts. Und wir haben mehr denn je die Möglichkeiten, das zu realisieren: Web 2.0.

Ein paar Zitate aus der Session zum WEBenin-Projekt auf dem EduCamp 2009 in Ilmenau:

„Einfach hinfahren, gucken und machen.“ (Alexander Rausch)

„Es verlangt, dass man permanent wachsam ist“.  (Jean-Pol Martin)

„Widerstand gegen das alte Paradigma.“ (Jean-Pol Martin)

„Das Denken ist sehr, sehr wichtig.“(Alexander Rausch)

„Wenn du mit dem Herzen dabei bist, dann gehst du dafür.“  (Alexander Rausch)

„Die Tools werden genutzt, aber die Haltung ist häufig noch im alten Paradigma drin.“ (Alexander Rausch)

Natürlich sind das nur wenige Statements aus dem grandiosen Projekt. Ich empfehle daher, die Session selbst anzuschauen.

Warum der Blog während des Projektes wenig frequentiert wurde, lag wohl an der Denke, dass die Benin-Fahrer nicht mit dem Internet „verbunden“ wurden. Mich hätte das interessiert, wenn ich gewusst hätte, dass ein Liveblog zum Projekt existiert. Umso gespannter und dankbarer war ich, dass Alexander die Strapazen auf sich genommen hat im Grunde direkt aus Afrika nach Ilmenau zu kommen. :) Vielen Dank dafür!

Ganz großes Kino, was ihr da bewegt!

Hochachtungsvoll, mel


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